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Achtung: Xing-Impressum unterhalb Portfolio unzulässig!

xingurteil

Das Landgericht Stuttgart hat in seinem aktuellem Urteil die bisherige Impressumsangabe im Xing-Profil für unzureichend erklärt. Viele Selbständige, Freiberufler usw. haben bisher lediglich am Profilende einen Link auf das Impressum der eigenen Homepage gesetzt. Einige Jahre konnten so viele Xingler zumindest juristisch gut über die Runden kommen. Doch, die alltägliche Userpraxis hat das Landgericht Stuttgart eines besseren belehrt. Es hat sich leider herausgestellt, dass viele User einfach den Impressumslink unten übersehen haben. Der „durchschnittliche Nutzer“ war bis dato nicht in der Lage, diesen nach den Anforderungen des aktuellen deutschen Onlinerechts zu entdecken. Der Impressumslink ist in einem viel zu kleinen Schriftformat angegeben und außerdem nur schwer zu erblicken, da er erst am Ende des Xing-Profils aufgeführt wird. Kein „normaler Nutzer“ scrollt bis ans Profilende, um dort explizit nach dem Xing-Impressum zu suchen.

Ich persönlich habe darauf gleich reagiert. Nach dem Öffnen meines Xing-Profils im Editiermodus habe ich oberhalb des Profils die Angabe „Impressum: http://www.ninovrkic.com/imprint.html“ unternommen. Jeder eingeloggte User kann somit recht unkompliziert die so wichtige Impressumsangabe auch auf Xing entdecken. Ferner habe ich zusätzlich am Profilende dieselbe Angabe unternommen. Mein aktuelles Xing-Profil stellt somit 3 Angaben bzgl. des Impressums auch auf Xing zur Verfügung.

Generell lässt sich über die Impressumsangabe sagen: ein Impressum muss hierzulande leicht auffindbar sein, ständig online verfügbar sein, vollständig sein usw. Dies gilt natürlich nicht nur für das Xing-Profil sondern ebenso auch für Websites etc. Grundsätzlich weiß ich aus Vorträgen, dass man Impressumsangaben vor allem in sozialen Netzwerken in Linkform oder eben auch in teils vollständiger bzw. teils unvollständiger Textform angeben sollte.

Mein Tip: momentan genügt es völlig zunächst nur auf der firmeneigenen Website ein möglichst vollständiges Impressum anzugeben. Wer dazu noch Profile auf Businessnetzwerken oder sonstwo hat, sollte eben von dort aus „im Kontext des Landgerichts Stuttgart“ auf die jeweilige Website verlinken. Der „Durchschnittsuser“ sollte somit keine große Mühe haben, die Impressumsangabe in Linkform aufzufinden. Die erforderliche Angabe sollte möglichst schnell und deutlich erkennbar ins Blickfeld des Betrachters stoßen.

(Quelle: Ratgeberrecht, Onlinerecht für Webmaster Entwickler.
Press, t3n Xing-Impressum)