Usability! Wie Bitte??

Usability ist permanent gegenwärtig. Sie nehmen ein Smartphone in die Hand und surfen im Web. Dabei bedienen Sie ihr Handy nach Lust und Laune. Irgendwann fällt ihnen auf, dass es unterschiedliche Schalter für unterschiedliche Funktionen gibt – sowohl bezüglich Hardware als auch Software. Sie surfen und surfen und surfen…

Plötzlich stellen sie fest: hm, die eine Website lässt sich recht schnell öffnen und bedienen. Ich navigiere schnell und kann problemlos Inhalte erkunden. Ich verstehe auf Anhieb vieles. Andererseits öffne ich über die Handytastatur bzw. die Handy-Weiter-Taste Sites, welche ich eher nicht so gut navigiere oder gar Texte, Bilder gleich verstehe.

Das sind typische Probleme der Usability.

Wer schon mal in so einer Situation gewesen ist, hat eigentlich recht spät diesen Mangel an „nutzerorientiertem Webdesign“ bemerkt. Usability fängt somit von Anfang sprich vom Konzept an an.

Was bedeut nun UX oder UXD bzw. Usability? Ganz einfach: Wir sollten uns möglichst von der Idee an mit der Frage befassen: wie nützlich wird die Sache sein, die wir entwicklen bzw. produzieren möchten? Hierbei sollte der Aufwand die Sache auf Anhieb zu begreifen bzw. zu verstehen eher geringer sein – hingegen der Nutzen umso höher. In anderen Worten, bemerken wir beim Erstabsurfen einer Website, dass wir zu konzentriert sein müssen, ständig die Stirn runzeln, hin- und hersurfen, uns also ständig ärgern und nicht zielgerichtet sein dürfen, dann haben wir eher mit viel zu hohem Aufwand versucht eben diese Site zu verstehen und der Nutzen dabei ist eher nicht so hoch gewesen: wir sprechen hier von schlechter Usability. Der Designer bzw. Programmierer dieser Site hat sich zu wenig Gedanken über Usability gemacht.

Sein Lohn sind: weniger Traffic, höhere Absprungrate, lange Ladezeiten usw.

Was nützt die schönste Website, wenn User bzw. Sufer damit nicht auf Anhieb zurechtkommen?
Wer will schon eine absolut unglückliche Surfergemeinde bedienen? Wahrscheinlich niemand!

Es gibt Dutzende Milliarden von Websites im Internet aber nur mehrere Tausend Usability-Experten. Passt doch irgendwie nicht zusammen, oder?

Die Chefentwickler bzw. Senior-Entwickler scheinen sich dabei nicht viel Gedanken zu machen. Wenns der Vertriebs- bzw. Marketingleiter tut, dann ist es eher zu spät.

Wer im Internet surft ist zeitlos und leicht. Wir möchten auf Anhieb gleich vieles verstehen und uns nicht zu Tode ärgern. Was nutzen uns unbrauchbare bzw. unnütze Teile wie Bilder, Schaltflächen, Texte, Farben wenn wir nicht sofort alles verstehen. Kennen Sie irgendeine Maschine auf der Welt, die unnütze Teile hat? Wahrscheinlich nicht. Ich persönlich habe noch nie in der Produktion eine Dreh- oder Bohrmaschine gesehen, die seitlich einen Tragegriff hat, den keiner braucht. Was will man mit einem Betriebsmittel als solchem, das störende Bauteile im Fertigungsprozess aufweist? Nicht viel! Eine solche Maschine hat nur bestimmte Teile, die für die Leistungserstellung eben notwendig sind wie Gestell, Spindelstock oder gar Werkzeugschlitten (Drehmaschine).

Beim Webdesign ist es genauso. Wir brauchen keine 35 Menüpunkte oder Links, die keiner braucht. 7-8 Menüpunkte reichen schon. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Warum also lange Webtexte schreiben, die keiner liest. In der Kürze liegt die Würze.

Ohne Usability geht es nicht – das Webdesign hat sich anzupassen. Nicht die Meinung des Designers oder des Softwarehauses zählt allein, sondern ebenso die Meinung der Zielgruppe.

Doch wie kann man diese Meinung erkunden? Was müssen Softwareentwickler bzw. Usability-Experten tun, um Antworten auf solche Fragen zu bekommen?

Es liegt auf der Hand: Usability – Tests durchführen. Es müssen geeignete Testkandidaten bestimmt werden, Testunterlagen erstellt werden, Testmeinungen eingeholt werden, Testauswertungen in Wort und Zahl abgeleitet werden, Teststatistiken entworfen werden, Testergebnisse abgeleitet und umgesetzt werden usw.

Üblich sind Usability – Tests während der Konzeptphase, Produktionsphase und natürlich Einbindungsphase.

Wer die Belange bzw. Erwartungen der Surf-Community kennt, hat schon das Game um Anerkennung bzw. Erfolg gewonnen. Diese Site kann nur noch ein Erfolg werden.

Überprüfen Sie mal ihre Website. Wie sieht es mit der Ladezeit aus? Ist ihre Site mobil gut abspielbar? Können Sie schnell auf ihrer Site navigieren? Verstehen Erstsurfer die Inhalte schnell? Kehren die Leute erneut auf ihre Site zurück? Kommunizieren die Surfer mit ihrer Site? Erzählen die Leute über ihre Site im Web usw.?

Falls sie diese Fragen leicht mit „Ja“ beantworten, dann haben sie schon gewonnen. Ihre Site weist eine hohe bzw. gute Usability auf.

Ihre User begreifen ohne hohen Aufwand schnell. Der Nutzen für diese User ist dabei sehr hoch. Sie können sich ebenso gut von einem Usability-Experten beraten lassen. Sie werden sehen: es lohnt sich.

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